 | |  | 
 | Wilhelm Repsold (1885-1969) | Der gebürtige Hamburger war Bildhauer, Keramiker, Illustrator und Scherenschnittkünstler. In erster Ehe war er von 1914 bis 1928 mit Luise Märten - Schriftstellerin, Kommunistin und Journalistin in Berlin - verheiratet. 1912 stellte er in der zeitgenössischen Silhouetten-Ausstellung des Hohen-zollern Kunstgewerbehauses in Berlin u. a. Schattenriss-Illustrationen zu Andersens Märchen, zum Till Eulenspiegel und zum Simplicissimus aus und Scherenschnitte, die die Welt der Arbeit wiedergaben (Sielarbeiter, Bauarbeiter, Fabrikstadt). 1918 ging Repsold nach Schweden. Später wurde er an der Kunstgewerbeschule Dresden und an der Pariser Akademie Julian ausgebildet und war Schüler des Stuttgarter Bildhauers Ludwig Habich. Von 1929 bis 1933 lebte er in Berlin-Steglitz in der Thorwaldsenstraße 37. Seine Scherenschnitte zeigen köstlichen Humor und treffsichere Beobachtungsgabe. Mit Erfolg betätigte er sich als Bildhauer. Er schuf Kleinplastiken, Bildnisbüsten und Grabmale aus Keramik und Bronze sowie Modelle für die Königliche Porzellanmanufaktur Berlin (KPM). Repsold starb am 2.12.1969 in Diessen / Ammersee. |
 Wilhelm Repsold, Eishockey-Spieler, Originalscherenschnitt, um 1925, Privatbesitz | Christa Weber
| | Biographische Hinweise von Hans-Georg Schmidt, München |
|
|
|  |